
Über die augenblickliche Entwicklung dieses Hauses sind wir wirklich schockiert. Es scheint, als habe dieses Luxus-Leisurehotel, das bis September 2025 unter der Führung von Mathias Gerds stand, Kurs in Richtung Mittelmaß genommen. (…) Das Gastspiel von Mathias Gerds endete im September letzten Jahres nach zwei Jahren. Erfreulich für ihn, dass er sich für die Position des Hotelmanagers für das Raffles in London empfehlen konnte, obwohl seine Performance hier im Grand Hotel Heiligendamm uns nicht so recht zu überzeugen vermochte. Zu seinem Nachfolger wurde Fabian Engels bestellt. Branchenkenner sind allerdings skeptisch, ob Engels die entsprechende Expertise mitbringt, ein derart komplexes Luxusresort zu führen. (…) Stets für positive Schlagzeilen sorgte bislang das Gourmetrestaurant Friedrich Franz, das zweifelsohne zu den besten Adressen Mecklenburg-Vorpommerns zählt. Starkoch Ronny Sievert und sein Team begeistern mit ihrer kreativen Haute Cuisine nicht nur die Gäste, sondern ebenso die Tester des Guide Michelin, weshalb das Restaurant seit 2008 durchgängig mit einem Stern ausgezeichnet wird.
(Grandhotel Heiligendamm, Bad Doberan)
Wir erinnern uns noch, als wäre es gestern gewesen, als Schauspieler Sky du Mont empört ein winziges Privathotel im nahen Oldenburg verließ. Lokale Veranstalter hatten ihn hier in der Annahme eingebucht, du Mont würde es im eher linksökologischen Milieu der Universitätsstadt ganz originell finden, in einem offensichtlich in Eigenleistung selbst gestalteten Hotel zu logieren. Weit gefehlt, die Zeiten, in denen er in Jugendherbergen übernachtet habe, seien lange vorbei, wetterte er und quartierte sich dann hier im Jagdhaus Eiden in Bad Zwischenahn ein. Seit diesem Eklat hat sich in Oldenburg wenig verändert. Es ist bis zum heutigen Tag noch nicht gelungen, ein anspruchsvolles First-Class-Hotel zu etablieren, das allen erdenklichen Komfort sowie ein hervorragendes Zimmerprodukt, einen veritablen Spa und einen nennenswerten Konferenzbereich mit überdurchschnittlichen Kapazitäten bietet. (…) In diesem Jahr sind wir aber leider telefonisch an eine unglaublich genervte und gelangweilt wirkende Mitarbeiterin geraten, die sich vermutlich im Homeoffice befand, denn die Verbindung war sehr schlecht. Hat man sich erlaubt, zu sagen, dass man etwas akustisch nicht verstanden habe, reagierte sie ungehalten, brüllte sogar genervt in den Hörer. Hier besteht ganz offensichtlich ein dringender Schulungsbedarf. (…)
(Jagdhaus Eiden, Bad Zwischenahn)
(…) Für uns ist er ein erfahrener, sehr ambitionierter Direktor aus Leidenschaft, wie man sie in der Hotellerie immer weniger antrifft. In den heutigen Zeiten, in denen General Manager oft aus der zweiten und dritten Reihe kommen, ist dies durchaus einer Erwähnung wert. Dennoch wirkt es so, als habe Carsten Colmorgen mitunter ein geringeres Selbstvertrauen, als es zunächst scheint. Nachdenklich gestimmt hat uns der folgende konkrete Vorfall: Wir waren mit einem Mitglied der Geschäftsleitung verabredet. Der Hoteldirektor wurde von diesem gebeten, einen ruhigen Platz im Restaurantbereich zu reservieren. Als ihm der Name des Gesprächspartners genannt wurde, reagierte er unmittelbar: „Meinen Sie etwa den Publizisten Olaf Trebing-Lecost?“ Nach Bestätigung folgte von ihm die klare Warnung, dass dies keine gute Idee sei. Trebing-Lecost gelte als scharfzüngiger Hotelkritiker. Seine Einschätzung blieb folgenlos und der Besuch fand dennoch statt. Der Hoteldirektor begrüßte seinen Vorgesetzten mit seinem Gast, zeigte sich währenddessen jedoch merklich angespannt, erkundigte sich mehrfach, ob denn alles in Ordnung sei, und blieb im Haus ungeachtet dessen, dass der Gesprächsaustausch bis in die späten Abendstunden andauerte. In der öffentlichen Wahrnehmung und in unserer bisherigen Darstellung erscheint Colmorgen dagegen als souveräner, kontrolliert agierender Hotelier. Daher wundert es ein wenig, dass auch in jüngster Zeit sein Interesse an einem fachlichen Austausch mit uns über sein Haus nicht allzu hoch zu sein scheint.
(Dorint Kurfürstendamm, Berlin)
(…) Der langjährige Dorint-CEO Jörg T. Böckeler, der nach eigenem Bekunden eine „starke Fokussierung auf die profitable und nachhaltige Transformation der Hotelgruppe, verbunden mit einem tiefen Verständnis für Markenentwicklung und operative Exzellenz in der Hotellerie“ forderte, hat aber letztlich nur das fortgeführt, was der ehemalige CEO Olaf Mertens einst begonnen hatte – einen knallharten Sparkurs. Vielmehr ist der Eindruck entstanden, dass Böckeler das Gegenteil von dem umsetzte, was er zuvor postulierte. Mertens war es, der den Transformationsprozess einleitete und alle Häuser, von den Franchisebetrieben einmal abgesehen, zentralisiert führte. Zuvor prägten Persönlichkeiten die Häuser, die operativ präsent waren und zeitnah auf Veränderungen reagieren konnten. Mertens setzte dann auf Hotelleiter mit einer ausgeprägten Zahlenverliebtheit, die lediglich Vorgaben aus der Zentrale eins zu eins umzusetzen hatten. Unter Böckelers Ägide wurden bei Licht besehen die Servicestandards sogar noch einmal signifikant heruntergefahren. Wann immer er sich öffentlich äußerte, hob er hervor, welchen Stellenwert Serviceexzellenz für ihn habe. Fakt ist aber, dass er selbst in den Häusern der Luxusmarke Hommage vorwiegend blasse Statthalter einsetzte. Beispielgebend ist das KÖ59 in Düsseldorf, wo er für dieses sehr komplexe Haus einen General Manager aus der Nachwuchsriege verpflichtete. Böckeler, der in der Luxus-Businesshotellerie großer Konzerne sozialisiert wurde, war es gewohnt, als General Manager die ihm anvertrauten Häuser relativ autark zu führen. Kaum vorstellbar, dass er sich selbst in ein enges Korsett einer zentralisierten Führung begeben hätte, wo er selbst kleinste Entscheidungen hätte absegnen lassen müssen. Im letzten Quartal hat er den Konzern verlassen, die Nachfolge hat Stefanie Brandes, zuvor COO, angetreten. Das erklärt, warum der Handlungs- und Entscheidungsspielraum von Steffen Eisermann recht eng abgesteckt war. (…)
(Hommage Parkhotel Bremen)
In den ersten Jahren seiner Tätigkeit auf Gut Ising hat uns das Engagement von Hoteldirektor Christoph Leinberger wirklich überzeugt. Er zeigte Präsenz, suchte den intensiven Gastkontakt – und damit meinen wir nicht seine Aufwartung, wenn wieder einmal ein annähernd Prominenter anreiste, sondern das Interesse für den ganz normalen Gast, der hier ein paar Tage Ruhe und Erholung sucht. Vor allem konnten wir bei ihm zu dieser Zeit das ehrliche Interesse feststellen, sich regelmäßig in einen Erfahrungsaustausch etwa mit Fachjournalisten oder Gästen zu begeben, um so Lob, aber auch konstruktive Kritik zu sammeln, auszuwerten und entsprechend in die operativen Prozesse mit einfließen zu lassen. Es schien, als habe er Serviceexzellenz als Schlüssel für den langfristigen Erfolg gesehen. Mittlerweile oder, um es zeitlich ein wenig einzugrenzen, in den letzten fünf Jahren führen wir ihn unter der Rubrik „Was macht eigentlich …?“. Eine Kontaktaufnahme mit ihm gestaltet sich recht schwierig. Auffällig ist, dass er auf konstruktives Feedback indes sehr dünnhäutig reagiert und uns auch schon mal mit juristischen Schritten droht, falls wir „negative Kritik“ äußern. In den 25 Jahren dieses Hotel Guide wurden uns solche Ankündigungen öfter gemacht, die aber bislang ins Leere liefen. Uns drängt sich da schon der Eindruck auf, als verlasse Leinberger sich ausschließlich auf die Infrastruktur dieser Hotelanlage und natürlich auf den Standort am Chiemsee selbst. (…)
(Gut Ising, Chieming)
Wir hatten in der letzten Ausgabe ausführlich die Nachbesetzung der Position des Direktors dieses Luxus-Businesshotels besprochen. Vor allem haben wir uns über die Personalie Henryk Scieszka doch sehr gewundert, da er aus der Nachwuchsriege für das sehr komplexe und anspruchsvolle Haus verpflichtet wurde. Wir wussten weit vor Drucklegung, dass es an der Konzernspitze zu Veränderungen kommen würde, und hatten dies in der letzten Ausgabe zwischen den Zeilen so angedeutet. Der ehemalige Dorint-CEO Jörg T. Böckeler hatte mehrfach bekundet, dass er es sich zur Aufgabe gemacht habe, die Luxusmarke Hommage, unter deren Dach auch dieses Haus flaggt, kontinuierlich voranzutreiben. Das KÖ59 hat nach wie vor beachtliches Potenzial, das aktuell noch ungenutzt bleibt. Wünschenswert wäre, wenn hier eine eloquente, gastaffine Direktorenpersönlichkeit verpflichtet würde, zumal man in unmittelbarer Nachbarschaft mit dem Breidenbacher Hof einen sehr starken Mitbewerber hat. (…) Böckeler, der hier noch zu Zeiten des InterContinental verantwortlich war, kann man bescheinigen, dass er es nach innen wie außen hervorragend geführt und über die Jahre zu einem echten Flaggschiff der Düsseldorfer Hotellerie entwickelt hat. (…) In seiner späteren Funktion als CEO des Dorint-Konzerns postulierte Böckeler immer wieder gegenüber Medienvertretern, dass es sein Anspruch sei, in den Häusern unverwechselbare Hotelerlebnisse zu schaffen, geprägt von authentischem, kompetentem und herzlichem Service. Die Versprechen wurden jedoch unseres Erachtens in dieser Form nicht eingelöst. Im Rückblick scheint man sie also eher in die Rubrik Lippenbekenntnisse einordnen zu müssen. Denn viele Services wurden unter seiner Ägide als Konzernverantwortlicher während der letzten Jahre kostenpflichtig, kontinuierlich abgebaut oder sogar ganz eingestellt. (…) Bleibt zu hoffen, dass Direktor Henryk Scieszka getreu dem Dorint-Slogan „Make moments, make memories“ alles daransetzen wird, dass aus erlebten Momenten für die Gäste auch wirklich Erinnerungen werden.
(Hommage KÖ59, Düsseldorf)
(…) Das Schlosshotel Hugenpoet ist idyllisch gelegen und hebt sich von seiner Lage, der Architektur, aber auch mit seinem kulinarischen Angebot von der Vielzahl der Mitbewerber auf dem hiesigen Markt ab. (…) Ein wenig irritiert hat uns bei der telefonischen Kontaktaufnahme im Rahmen unserer Recherche, dass dieses Luxushotel auf eine anonyme digitale Ansage als Kommunikationsmittel setzte; in diesem Segment ist eine solche durchaus inadäquat. Hier hieß es: „Guten Tag und herzlich willkommen. Wir sind gleich für Sie da. Bitte haben Sie einen Moment Geduld.“ Dann: „Der gewünschte Teilnehmer ist zurzeit leider nicht zu erreichen, Sie können aber nach dem Signalton eine Nachricht hinterlassen.“ Allein schon weil überhaupt nicht erkennbar war, ob sich hinter dieser Ansage das Hotel Schloss Hugenpoet verbarg, hätten wir keine persönlichen Daten hinterlassen. Zudem ist es erschreckend, dass einem solchen Luxushotel offensichtlich das richtige Gespür im Umgang mit Gästen fehlt. Offenbar scheint die Personaldecke so ausgedünnt zu sein, dass Rezeptionsmitarbeiter neben der Gästebetreuung auch die Aufgaben der Reservierungsabteilung mitübernehmen müssen. Darauf angesprochen, wurde uns mitgeteilt, das wäre so; wenn man anderweitig zu tun habe, nehme man keine Telefonate entgegen. Das wurde uns in einer Selbstverständlichkeit kommuniziert, als sei es das Normalste der Welt. (…)
(Schlosshotel Hugenpoet, Essen)
(…) Dazu passt auch das distinguierte Auftreten des neuen Direktors Boris Messmer, der sich medial ganz als klassischer Gastgeber gibt und die oft unerfahren wirkenden jungen Hotelmanager zu Zeiten der Villa Kennedy schon im öffentlichen Erscheinen deutlich übertrifft. Allerdings entzieht sich der Direktor offenbar einer persönlichen Kontaktaufnahme und lässt Anfragen über ein PR- und Marketingteam bearbeiten. Zu hoffen bleibt, dass sich dieser Eindruck nicht verfestigt, da er dem Anspruch eines formvollendeten Gastgebers widerspricht, der im Gesamtkonzept des Hauses eigentlich vorausgesetzt wird. Dies geben wir höflich als konstruktiven Hinweis zu bedenken. Althoff-CEO Frank Marrenbach weiß natürlich um die Bedeutung der Rolle des Direktors,
der in diesem obersten Segment der Hotelszene niemals als Verwalter oder Manager, sondern immer als Gastgeber auftreten muss und der seinen Gästen gegenüber zu jeder Tageszeit und ohne Ausnahme den Servicegedanken in den Mittelpunkt stellen muss. Daher wollen wir hoffen, dass Boris Messmer die Philosophie von Frank Marrenbach in naher Zukunft ebenfalls verinnerlicht haben wird. Insgesamt sind wir jedenfalls guter Hoffnung, dass es diesmal klappen wird mit der neuen Spitzenadresse auf der gegenüberliegenden Seite des Mains.
(The Florentin, Frankfurt)
Hoteldirektor Frank Blasberg, der dieses Haus sehr unauffällig führt und es nach unserer Einschätzung mehr verwaltet als proaktiv gestaltet, tritt eher selten in der Öffentlichkeit auf. Jetzt hat er sich vor einiger Zeit aber gegenüber einem Online-Fachmagazin geäußert. In diesem Interview beteiligte er sich an der Branchendiskussion über ein modernes Verständnis von Hotelmanagement und grenzte sich dabei ganz klar und unmissverständlich vom klassischen Gastgeberbild ab, um die Bedeutung betriebswirtschaftlicher und organisatorischer Kompetenzen hervorzuheben. Er betonte damit, für ihn habe der Gastgeber aus Leidenschaft ausgedient. Dieses Selbstverständnis einer Führungskraft sei antiquiert und habe mit den heutigen Anforderungen wenig zu tun, so Blasberg. Er sei davon überzeugt, es brauche mehr als Leidenschaft. In diesem Kontext führte er dann Resilienz, Führungskompetenz und betriebswirtschaftliches Know-how ins Feld. Damit hat er unsere bisherige Einschätzung über seine Person vollumfänglich bestätigt. Wir nehmen ihn nämlich als einen nüchternen, zahlenaffinen und vor allem leidenschaftslosen Technokraten wahr. Seine Meinung können wir nicht teilen: Natürlich gehören Qualitäten wie Führungskompetenz und betriebswirtschaftliches Grundverständnis seit jeher zum Profil eines veritablen Hotelmanagers. Aber Gäste, insbesondere Vielreisende, entscheiden sich bei einem geplanten Aufenthalt durchaus gezielt für ein Hotel, bei dem sie das Gefühl haben, dass die Mitarbeitenden sie in den Fokus der Aufmerksamkeit stellen und der Service überdurchschnittlich gut ist. Werden die weichen Faktoren hingegen in den Hintergrund gedrängt, dann wird der Gast das Hotel letztlich nach dem Preis auswählen. Das ATLANTIC war und ist somit für uns ein anonymes Businesshotel, mit einem zeitgemäßen Zimmerprodukt von der Stange, einem unterdurchschnittlichen Service- und Dienstleistungsangebot sowie einer der Kategorie entsprechenden Gastronomie.
(Atlantic, Kiel)
Über die Entwicklung des Steigenberger Grandhotel & Spa sind wir augenblicklich nicht ganz so glücklich. Hatten wir noch in der vergangenen Ausgabe die Hoffnung zum Ausdruck gebracht, dass es mit Andreas Wieckenberg gelingen könnte, zumindest den Status quo zu erhalten, schauen wir zwischenzeitlich etwas weniger optimistisch auf dieses Haus. Dabei ist Wieckenbergs berufliche Vita durchaus vielversprechend. Die Rückmeldungen, die wir von Gästen bekommen, stimmen uns hingegen nachdenklich. Er sei distanziert, stolziere durch sein Hotel mit einem eher abweisenden Gesichtsausdruck und signalisiere damit, nicht angesprochen werden zu wollen. Zugegeben, ein sicherlich subjektiver Eindruck, der natürlich immer im Auge des Betrachters liegt. Doch auch wir haben mit ihm bereits entsprechende Erfahrungen gesammelt und müssen daher konstatieren, dass eine Kontaktaufnahme mit ihm alles andere als einfach ist, nicht zuletzt deshalb, weil er in der Regel über Dritte kommuniziert. Er scheint seine Rolle weniger im klassischen Verständnis als Gastgeber ausfüllen zu wollen, sondern vielmehr als eine Art lenkend-administrativer Navigator, der sich vornehmlich mit übergeordneten Steuerungsaspekten befasst, ohne dabei aber eine klare strategische Ausrichtung erkennen zu lassen. (…)
(Steigenberger Icon Grandhotel & Spa Petersberg)
"Sie ist wieder da“, könnte man die neue Führungssituation im Dorint Pallas umschreiben, nachdem die Position der Hoteldirektorin durch Heike Reinhart neu besetzt wurde. (…) Reinhart ist sozusagen ein Dorint-Gewächs, führte sie doch über einen längeren Zeitabschnitt ihrer bisherigen beruflichen Laufbahn bereits sechs Häuser des Konzerns, bevor sie sich zwischenzeitlich anderen beruflichen Aufgaben widmete. Dazu ist sie eine Führungspersönlichkeit mit internationaler Erfahrung und beachtlicher Expertise. Wir haben Reinhart seit jeher als eine toughe, äußerst eloquente Managerin in Erinnerung, die mit Fleiß, Detailverliebtheit und einer unglaublichen Leidenschaft einem Hotel vorsteht. Mit ihrer umgänglichen, quirligen und vor allem ungezwungenen Art vermag sie Menschen zu begeistern, entsprechend beliebt ist sie auch bei ihren Mitarbeitern. Das wiederum hat positive Auswirkungen auf das allgemeine Betriebsklima und somit einen unmittelbaren Einfluss auf die Service- und Dienstleistungsqualität auch in diesem Haus. Sie spricht Dinge direkt an, die nach ihrer Einschätzung nicht rundlaufen, und setzt alles daran, Schwachstellen umgehend zu beheben. Wir konnten beobachten, wie sie nach einem großen Medizinkongress auf die Tagungspräsidentin sowie die beiden Geschäftsführer der Fachgesellschaft zugegangen ist, um sich zu erkundigen, ob alles zu deren Zufriedenheit gewesen sei und ob die Abläufe reibungslos funktioniert hätten. Für Reinhart ist das unverzichtbar, denn sie möchte grundsätzlich bei solch großen Veranstaltungen eine Evaluation der Prozesse vornehmen, um so deren Effizienz sowie die Qualität des Aufenthalts zu bewerten.
(Dorint Pallas, Wiesbaden)